BMW X1: US-Rückrufe kommen nicht nach Europa

In den Vereinigten Staaten holen die Münchner eine sechsstellige Zahl des Kompakt-SUVs in die Vertragsbetriebe. Einem Problem ging eine längere Diskussion mit den Behörden voraus.

Ein weßer BMW X1 steht 2015 in einem Naturpark.
Bild: BMW AG

Zwei Rückrufe für über 100.000 Exemplare des BMW X1 in den USA sind nicht für Europa relevant. Dies erklärte ein Konzernsprecher auf Anfrage. Bei der größeren Maßnahme holen die Münchner einer Mitteilung der US-Verkehrssicherheitsbehörde (NHTSA) zufolge die Modelljahre 2016 bis 2019 des frontgetriebenen „sDrive28i“ und des „xDrive28i“ mit Allradantrieb in die Vertragsbetriebe. Grund ist das Crashverhalten des Fahrzeugs.

Im Fall eines Unfalls, bei dem der Kopf des Insassen auf die B-Säule aufschlägt, absorbiere die Säule möglicherweise nicht ausreichend Aufprallenergie, so die NHTSA. Das SUV erfülle damit nicht gesetzliche Anforderungen an den Insassenschutz. Der Rückruf soll Anfang Juli für Fahrzeuge aus dem Produktionszeitraum März 2015 bis Mai 2019 starten. Allerdings steht die genaue Abhilfemaßnahme noch nicht fest.

Der zweite Rückruf dreht sich neben dem X1 auch um den 528i, Mini Cooper und Clubman, sowie den Rolls-Royce Ghost der Modelljahre 2016 und/oder 2017. Um diese Aktion hat es ein längeres Tauziehen zwischen der Behörde und dem Hersteller gegeben. BMW war der Meinung, dass eine Produktionsabweichung beim Zulieferer der Gurtschnalle auf der Fahrerseite nicht sicherheitsrelevant ist.

In einem solchen Fall kann ein Hersteller einen Antrag auf Befreiung von einem Rückruf stellen. Die NHTSA lehnte dies allerdings Anfang Mai ab. Die daraufhin gestartet Maßnahme der Münchener sieht einen Tausch der kompletten Sicherheitsgurt-Baugruppe vor. Die Aktion soll ebenfalls ab Anfang Juli beginnen. Etwa 15.500 Halter eines der betroffenen Fahrzeuge erhalten dann eine Einladung in die Vertragswerkstatt.

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