Jeep: Mehrere Rückrufe für Cherokee-Modelle

Ganz frisch hat FCA eine Aktion für knapp 700.000 SUV angekündigt. Weitere 134.000 Geländewagen müssen seit Spätsommer in nordamerikanische Vertragswerkstätten. Problemzonen sind das Getriebe und die Insassenschutzeinrichtung.

Ein brauner Jeep Cherokee 75th Anniversary steht 2016 auf einer Waldlichtung.
Bild: FCA

Fiat Chrysler hat gestern einen größeren Rückruf u.a. für den Jeep Grand Cherokee angekündigt. Siliziumablagerungen an den Kontaktpunkten bestimmter Kraftstoffpumpenrelais könnten den Stromfluss unterbrechen und einen Motorstart verhindern bzw. zum Abwürgen des Aggregats führen, hieß es in einer schriftlichen Konzernmitteilung. Das Problem ist nicht neu. Bereits 2014 und 2015 gab es deswegen auch in Deutschland Rückrufe (Aktionscodes „P54“ und „R09“).

Betroffen sind diesmal knapp 700.000 SUV der Modelljahre 2011 bis 2013 weltweit – neben dem Jeep auch der Dodge Durango. Davon lieferte der Konzern nach eigenen Angaben 116.511 in Märkte außerhalb Nordamerikas. Welchen Umfang die Aktion mit dem internen Code „V62“ in Deutschland haben wird, steht noch nicht fest. Auch die Abhilfemaßnahme drang noch nicht durch. In der Vergangenheit wurden die Relais getauscht – hierzulande laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) bei über 6.000 Einheiten.

Nachzutragen gibt es noch zwei größere Jeep-Rückrufe für das Modell Cherokee (Foto), die im Spätsommer in Nordamerika starteten. Im Rahmen der Aktion mit dem internen Code „V63“ bestellte man knapp 43.500 Geländewagen ein. Rückruf „V69“ richtete sich in den USA und Kanada an über 90.500 Halter. Bei Modellen mit einem 3,2-Liter-Motor könnte eine festsitzende Kupplung dazu führen, dass das Getriebe unerwartet in den Leerlauf schaltet. Die Vertragspartner aktualisierten daher die Software für das Getriebesteuerungsmodul.

Den kleineren der beiden älteren Rückrufe verursacht ein mögliches Problem mit den Airbags. Eine fehlerhafte Kommunikation zwischen den Beschleunigungssensoren kann dazu führen, dass die Luftsäcke bei einem Unfall nicht richtig auslösen. Ein Tausch der Sensoren schafft Abhilfe. Diese Maßnahme ist auch für 548 Fahrzeuge in Deutschland vorgesehen. Zur Getriebe-Problematik liegt keine Meldung beim KBA vor.

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