Möglicher Ölverlust: BMW ruft Sportmotorräder zurück

Bei knapp 8.200 Exemplaren der S 1000 RR und M 1000 RR könnte im Bereich des Kupplungsdeckels Schmierstoff austreten. Der Boxenstopp dauert etwa eine halbe Stunde.

BMW M 1000 RR (09/2020) steht in der Boxengasse einer Rennstrecke.
Bild: BMW AG

BMW Motorrad ruft seit Ende Oktober weltweit 8.183 Exemplare der S 1000 RR und M 1000 RR (Foto) zurück. Wie ein Sprecher der Konzernsparte auf Anfrage sagte, kann sich die Verschraubung des Kupplungsdeckels aufgrund einer fehlerhaften Gleitbeschichtung auf dem Gewinde der Schraube lösen. „Dies kann zu einem Verlust der Vorspannung in der Verschraubung führen. In der Folge kann Öl austreten“, erklärte er.

Unfälle aufgrund des Fehlers habe es bisher keine gegeben, hieß es weiter. Der Fehler sei bei internen Qualitätskontrollen auffällig geworden. Laut Dokumenten der US-Verkehrssicherheitsbehörde wurde BMW Anfang September auf ein mögliches Problem bei Tests aufmerksam. Auf einem Prüfstand hätten drei Motoren Anzeichen von Leckagen am Kupplungsdeckel aufgewiesen. Außerdem wurde beim Lösen des Kupplungsdeckels bei drei weiteren Motoren ein nicht spezifizierter Drehmomentwert festgestellt.

In Deutschland müssen laut dem Sprecher 1.059 Superbikes aus dem Bauzeitraum 6. Mai bis 30. September 2022 für eine halbe Stunde in die Vertragswerkstatt. Dort tauschen die Mitarbeiter alle zehn Schrauben des Kupplungsdeckels aus. Der interne Herstellercode des Rückrufs lautet „0000112800“.

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