Rückruf für 190.000 Audi

Beim A3 des Modelljahres 2009 benötigt das Steuergerät für das ABS und ESP ein Softwareupdate. Hierzulande könnten über 68.000 Fahrzeuge betroffen sein.

Produktionsjubiläum am Audi-Standort Ingolstadt: Vor genau 20 Jahren, am 18. September 1995, ist hier der erste Audi A3 vom Band gefahren. Im Bild ein roter A3 der zweiten Generation (8P).
Bild: Audi

Weil beim A3 des Modelljahres 2009 in Extremsituationen das Steuergerät zur Regelung des ABS und ESP nicht mehr korrekt funktionieren könnte, hat Audi die Rückrufaktion „45F5“ gestartet. Sie betrifft weltweit 190.000 Exemplare des zwischen Mai 2008 und Mai 2009 gebauten Golf-Bruders. Eine Stückzahlangabe für Deutschland gibt es bislang nicht. Nimmt man den Mittelwert der Neuzulassungen des Jahres 2008 und 2009 kommt man auf eine Stückzahl von knapp 68.700 Fahrzeuge.

Eine „thermomechanische Überlastung“ löst laut Hersteller das Problem aus. Bei einer unzureichenden Masseverbindung könne es zu einer Unterbrechung des Stromflusses an Bausteinen im ABS-/ESP-Steuergerät kommen. In diesem Fall sei die fehlerfreie Funktion des Steuergerätes nicht mehr sichergestellt.

Unfälle im Zusammenhang mit dem Problem seien keine bekannt, erklärte ein Sprecher in Ingolstadt. Ein Softwareupdate, das bei den zurückgerufenen A3 aufgespielt wird, überprüft künftig „die Funktion des Steuergerätes regelmäßig in kurzen Zeitabständen und zeigt einen möglichen Fehler durch die ABS-/ESC-Kontrollleuchten sofort an“, sagte er. Kunden könnten ihre Fahrzeuge bis zur Durchführung der Abhilfemaßnahme weiter nutzen, „fahrdynamische Grenzsituationen“ aber durch eine „vorausschauende Fahrweise“ vermeiden. Beim gleichzeitigen Aufleuchten der ABS- und der ESC-Kontrollleuchte sollten sie schnellstmöglich in eine Werkstatt fahren, auch wenn die Warnlampen nach Neustart wieder erlöschen sollten.

 

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