Subaru-Abgasrückruf: Softwareupdate für Dieselmodelle

Weil ein Subaru Outback negativ auffiel, fordert das KBA eine "Erhöhung der Wirksamkeit des Emissionskontrollsystems". Der Hersteller betont die Freiwilligkeit der Aktion und die Legalität der bisher eingesetzten Software.

Ein silberner Subaru Outback mit Boot im Schlepp steht 2017 vor einem Betongebäude am Hafen.
Bild: Subaru Deutschland

Exakt 8.506 Forester, Legacy, Outback und XV mit einem Zweiliter-Dieselmotor der Emissionsstufe Euro 6 ruft die Subaru Deutschland GmbH hierzulande zurück. Wie das Unternehmen am Montag schriftlich ankündigte, müssen die Fahrzeuge der Modelljahre 2015 bis einschließlich 2018 zu einem Softwareupdate in der Vertragswerkstatt erscheinen, um die „Wirksamkeit des Emissionskontrollsystems“ zu erhöhen.

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) überwacht die Durchführung der Aktion. Subaru betonte aber, dass man die Maßnahme mit dem internen Code „SA202007“ freiwillig angemeldet habe. „Wir legen Wert auf die Feststellung, dass es sich bei der Abgassteuerungs-Software in den betreffenden Modellen nicht um eine unzulässige Prüfstanderkennungssoftware handelt“, teilte die Importeursgesellschaft mit. Das Emissionskontrollsystem der betroffenen Modelle werde von Faktoren wie Last, Drehzahl, Ansauglufttemperatur und barometrischem Druck beeinflusst. Hierdurch komme es zu einer Korrektur bzw. Abschaltung der Abgasrückführungsraten (AGR).

„Subaru hat weder in dem Bewusstsein noch mit dem Ziel Software eingebaut, die Typgenehmigungsbehörde und Kunden zu täuschen“, rechtfertigt sich der Hersteller. Die parameterabhängige Steuerung der AGR sei als Industriestandard anerkannt und dem KBA bekannt gewesen. Ursprünglich hatte Subaru zwischen 2014 und 2017 alle EG-Systemgenehmigungen für die Abgassteuerung seiner Dieselmodelle bei der Genehmigungsbehörde SNCH in Luxemburg prüfen und absegnen lassen.

Weltweit 42.500 Fahrzeuge betroffen

Später fiel der Subaru Outback (Foto) dem KBA bei seinen „Dopingtests“ allerdings besonders negativ auf. Das geht aus den im Herbst 2019 vom Rundfunk Berlin-Brandenburg veröffentlichten Ergebnissen hervor. Das Euro 6-Modell überschritt demnach den zulässigen Stickoxid-Grenzwert um mehr als das 28-fache.

Die neue Software, die nun im Zuge des Rückrufs insgesamt 42.500 Fahrzeuge weltweit erhalten, soll dies nun ändern. Sie sei von der Behörde in Flensburg geprüft und zertifiziert worden, so Subaru. „Die Halterinformation durch das KBA wird für Juni 2020 erwartet“, hieß es. Die Aktualisierung soll etwa eine halbe Stunde dauern.

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