VW-Spoilerrückruf: Schrauber debattieren über Schrauben

Ein blauer VW Tiguan R-Line steht 2017 im Hochgebirge.
Bild: VW AG

Über die Abhilfemaßnahme einer Rückrufaktion machen sich die Ingenieure der Hersteller in der Regel mehr Gedanken als die Kunden. Die gehen davon aus, dass nach dem Werkstattaufenthalt das Problem gelöst ist. In einem Online-Forum ist allerdings eine teils emotional geführte Debatte über die Fixierung eines Dachspoilers beim VW Tiguan entbrannt. “Das mit den Schrauben sieht ja aus wie Baumarkt-Tuning”, echauffiert sich ein Halter. Wie er, möchten es viele bei einer Verklebung des Bauteils belassen.

“Wenn neben dem Kleber nun auch noch 2 Schrauben dazukommen, ist das doch sogar eine Aufwertung”, meint dagegen ein anderer Tiguan-Fahrer augenzwinkernd, um anschließend einem Bruder im Geiste zuzustimmen: “Ihr hättet die Kiste doch auch gekauft, wenn die beiden Schrauben ab Werk bereits drin gewesen wären.”

Für das Problem mit sich möglicherweise verselbstständigenden Spoilern beim SUV mit R-Line-Ausstattung gibt es inzwischen zwei unterschiedliche Aktionscodes. Ob der zweite Rückruf mit dem Code “66M3” aufgrund der Änderung der Reparaturmethode stattfindet, ist nicht klar. Bei der ersten Maßnahme (Code “66L5”) lautete die offizielle Antwort zur Abhilfemaßnahme aber noch: “Überprüfung und ggf. Erneuerung der Verklebung”.

Nachtrag 11.2.2021:

Inzwischen ist die Aktion “66M3” beim KBA für 24.700 Tiguan R-Line aus dem Bauzeitraum 15. Dezember 2015 bis 30. November 2019 gelistet. Die Abhilfemaßnahme für die 7.945 hierzulande registrierten Fahrzeuge schildert die Behörde wie folgt: “Die Dachkantenspoiler werden geprüft, ggf. neu verklebt und zusätzlich verschraubt”. Weitere Infos erteilt die Kundenhotline unter 0800/8655792436.

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