Ford: Aktionsbenachrichtigung über vier Jahre nach Fahrzeugrückgabe

Der ehemalige Halter eines Ford Mondeo wundert sich über die Warnung vor einem möglichen Ausfall der Lenkkraftunterstützung, denn das Auto ist längst nicht mehr in seinem Besitz.

Einparkhilfe in einem Ford Mondeo Titanium.
Bild: Ford of Europe

Über vier Jahre nach Rückgabe seines Mondeo hat dieser ehemalige Ford-Kunde nach eigenen Angaben die Benachrichtigung zu einer Serviceaktion erhalten. „Immerhin weiß ich jetzt mit welchem Kennzeichen der Wagen rumfährt“, kommentiert er mit einem Smiley. Nötig wird die Maßnahme mit dem internen Code „20B02“ aufgrund eines möglichen Verlusts der Servo-Unterstützung der Lenkung.

„Bei einigen Fahrzeugen der Baureihen Mondeo, S-Max und Galaxy kann es in Gegenden mit hoher Korrosionsbelastung durch Streusalz passieren, dass einer oder mehrere der drei Lenkgetriebemotorbolzen aufgrund von Korrosion brechen“, erklärte ein Sprecher der Ford-Werke GmbH auf Nachfrage. „Die mechanische Verbindung zwischen dem Lenkrad und der Straße bleibt aber zu jeder Zeit erhalten“, betonte er. Die Autos könnten auch weiterhin „sicher und kontrolliert“ gelenkt werden.

Aus diesem Grund trägt die Maßnahme auch nicht das bei Ford sonst übliche „S“ (wie „sicherheitsrelevant“) im Aktionscode. Es handelt sich laut dem Sprecher nicht um einen Rückruf „im engeren Sinne“, d.h. die Behörden sind hierbei nicht eingebunden. Immerhin geht die Mangelbeseitigung mit einer schriftlichen Kundenbenachrichtigung einher, was keineswegs selbstverständlich ist. Auf einer speziellen Internetseite des Herstellers kann man zudem Infos zu den Aktionen abrufen und Änderungen des Fahrzeughalters melden.

Der Ford-Betrieb entfernt laut dem Sprecher bei den betreffenden Fahrzeugen die Originalschrauben des Lenkgetriebemotors und ersetzt sie durch modifizierte Schrauben bzw. Bolzen. „Gleichzeitig wird auf bestimmte Bereiche des Lenkgetriebes Korrosionsschutzmittel aufgetragen“, kündigte er an. In Deutschland holt der Hersteller rund 16.000 Autos in die Vertragswerkstatt, die das spanische Werk in Valencia zwischen 1. August 2014 und 16. März 2016 verließen.

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