Mercedes Sprinter: Mögliche Defekte an der Heckbeleuchtung

Ein Rückruf für über 8.200 Einheiten soll die Position einer elektrischen Leitung zwischen Bremslichtschalter und Bremspedal dauerhaft fixieren. Ein Problem mit der Gangerkennungsfunktion ist sogar für 45.000 Transporter relevant.

Ein Mercedes-Benz Sprinter fährt 2018 auf eine Ampel zu. Technische Daten: 319 CDI, Tourer, Exterieur, Obsidianschwarz metallic
Bild: Daimler AG

Für den Mercedes Sprinter gibt es zwei neue Rückrufe. Bei den Baureihen 907 und 910 aus dem Produktionszeitraum April 2018 bis April 2020 könnte ein elektrischer Leitungssatz zwischen Bremslichtschalter und Betätigungshebel des Bremspedals geraten und verklemmen. Dadurch bestehe die Gefahr eines dauerhaft leuchtenden Bremslichts, wie eine Konzernsprecherin auf Anfrage bestätigte.

Bei Fahrzeugen mit Automatikgetriebe droht noch ein anderer unangenehmer Nebeneffekt. Durch den fehlinterpretierten Status der Bremsbetätigung könnte es zu einem Motorstart mittels Start-Stopp-Funktion kommen, “wodurch sich das Fahrzeug im Falle einer eingelegten Fahrstufe unerwartet in Bewegung setzen könnte”, so die Sprecherin.

Laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) wird von den Vertragsbetrieben die Verlegung des betroffenen Leitungssatzes mittels eines zusätzlichen Kabelbinders korrigiert. Der vorgesehene Werkstattaufenthalt für die Durchführung der Maßnahme werde voraussichtlich weniger als eine Stunde in Anspruch nehmen, ergänzte die Sprecherin. Die Behörde weist die Aktion mit dem internen Code “VS3HERLEIT” für 8.218 Einheiten aus, davon 2.314 in Deutschland.

Rückruf für 45.000 Transporter

Ebenfalls unerwünschte Effekte an der Heckbeleuchtung zu beseitigen versucht der Rückruf mit dem Kürzel “VS3GANGSEN”. Es bestehe möglicherweise ein Problem mit der Gangerkennungsfunktion im Getriebe, erklärte die Sprecherin. „In der Folge könnte das Rückwärtsganglicht zeitweise bis zum nächsten Zündungswechsel bzw. zum nächsten Motorstart ohne Funktion sein“, sagte sie.

Nach unseren Informationen müssen deshalb weltweit rund 45.000 Einheiten der Baureihe 910 mit manuellem Schaltgetriebe zu einem Softwareupdate in den Vertragsbetrieb. Dort bleiben die Fahrzeuge aus dem Produktionszeitraum März 2018 bis November 2020 etwa eine Stunde. Eine Stückzahlangabe zu Deutschland liegt noch nicht vor.

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