USA: Rückruf wegen Airbagsteuerung bei Audi, VW und Porsche

Zwei Konzernmarken holen wegen eines möglicherweise defekten Kondensators in Nordamerika über 42.500 Fahrzeuge in die Werkstatt. Bei Audi gibt es wieder Probleme mit der Sitzbelegungserkennung.

Fahrvorstellung 911 Carrera 4 am 22.1.2016 - ein graues Modell fährt über eine Rennstrecke.
Bild: Porsche AG

Der Volkswagen-Konzern hat in Nordamerika wieder mehrere Rückrufe im Zusammenhang mit Airbags gestartet. Der größte betrifft Audi, wo es erneut ein Problem mit der Sitzbelegungserkennung (Passenger Occupant Detection System – PODS) gibt. Bei VW und Porsche könnte das Airbag-Steuergerät einen defekten Kondensator enthalten.

Wie schon kürzlich beim Audi A3 und vergangenes Jahr beim A6 und A7 müssen nun in Nordamerika über 170.000 Exemplare des A4 und A5 des Modelljahres 2018 (A4 auch 2017) zurückgerufen werden. Oxidation am Verbindungskabel des PODS könne dazu führen, dass die Software eine Fehlfunktion falsch diagnostiziert und den Beifahrerairbag deaktiviert, obwohl der Sitz möglicherweise besetzt ist, heißt es im Warnhinweis der US-Verkehrssicherheitsbehörde (NHTSA).

In einem solchen Fall ertöne wie vorgesehen ein akustischer Warnton, hieß es weiter. Zudem werde im Kombiinstrument eine Fehlermeldung angezeigt und die Airbag-Kontrollleuchte zeige an, dass der Beifahrer-Airbag ausgeschaltet ist. Ein Update der Software für die Airbagsteuerung soll im Rahmen der Aktion „74D9“ den Fehler beheben. Der Start ist für Mitte September geplant. Audi gibt keine Informationen mehr über die Durchführung ausländischer Aktionen in Deutschland. Vergangenes Jahr hieß es, dass in europäischen A6 und A7 ein anderes PODS als in den USA und Kanada zum Einsatz komme.

Sollte bei VW und Porsche das Airbag-Steuerät ausfallen, könnten die Luftkissen sowie die Gurtstraffer ohne Unfall auslösen oder bei einem Unfall versagen. Die Kernmarke VW aktualisiert daher bei über 34.500 Fahrzeugen die Software des Steuergeräts bzw. tauscht das Bauteil aus. Porsche tut gleiches bei über 8.000 Sportwagen. Aus Zuffenhausen ist das Modelljahr 2016 des Cayman, Panamera, Boxster und 911 (Foto) betroffen. Bei den beiden letztgenannten Baureihen muss zusätzlich noch das Modelljahr 2017 in die Werkstatt.

Die Wolfsburger schicken die Modelljahre 2015 und 2016 des Tiguan und CC in ihre Vertragsbetriebe in Übersee. Die Aktionscodes lauten bei VW „69Z5“, bei Porsche „AKB4“. Zur Durchführung der Maßnahmen in Europa gibt es noch keine Infos.

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