Mehrere kleine BMW-Rückrufe

Probleme mit Sicherheitsgurt, Fahrerairbag, Vordersitzen und Doppelkupplungsgetriebe verursachen jeweils kleinere Boxenstopps für verschiedene Baureihen.

Großaufnahme Lenkrad F12M · BMW M · M6 · Cabrio Juni 2012
Bild: BMW

BMW hat kürzlich mehrere kleine Rückrufe gestartet. Der größte betrifft in Deutschland knapp 300 Exemplare der Baureihen 5er (G30/31) und 6er GT (G32) aus dem Produktionszeitraum 2. bis 9. August 2017. „In einigen Fällen ist ein Auf- bzw. Abrollen der Gurte entweder nur erschwert oder gar nicht möglich“, begründete ein Sprecher die Aktion. Durch einen Fehler beim Lieferanten sei die einwandfreie Funktion des CS-Sensors, der ein starkes Abbremsen des Fahrzeugs erkennt und den Gurt blockiert, nicht sichergestellt. Die Durchführung der Aktion „0072910100“ kann bis zu zwei Stunden dauern. Bei weltweit 1.347 Modellen überprüfen BMW-Partner die Sicherheitsgurte und tauschen sie ggf. aus.

Im vergangenen Juli wurden 6er und 4er Cabrio (F06, F12, F13, F33, F83) mit nicht richtig verschraubter Mechanik beider Vordersitze gebaut. „Der Kunde würde eine lockere Schraube durch Geräusche bzw. ein Wippen des Sitzes bemerken. Aufgrund der geringen Auftrittswahrscheinlichkeit gehen wir von einem sehr geringen Risiko von Personenschäden aus“, sagte der Sprecher. In Deutschland sind rund 80 Fahrzeuge zu überprüfen, weltweit 188. Die Verschraubung der Sitzmechanik werde bei Bedarf  erneuert. Aktion „0052810100“ soll ca. eine Stunde dauern.

Ganze 16 von weltweit 43 Fahrzeugen der Baureihe X1 (F48, gebaut im Juni und Juli 2017) müssen wegen einem Problem mit dem Doppelkupplungsgetriebe (DKG) in deutsche Vetragswerkstätten. Grund: Der CAN-Bus-Stecker am Getriebesteuergerät kann sich lösen. In einem solchen Fall kann das Getriebe auf „N“ umschalten. Dann kommt es zum Antriebsverlust. Der BMW-Partner überprüft im Rahmen der Aktion „0028040100“ den DKG Stecker und überarbeitet ihn bei Bedarf. Hierfür ist eine Stunde angesetzt.

Wieder Probleme mit Takata-Gasgenerator

Global die meisten Fahrzeuge betrifft der letzte Rückruf. Hier tauschen die Werkstätten den Fahrerairbag. Von den weltweit ca. 7.700 X3 und M6 (Cabrio und Coupé) sind allerdings nur 51 Fahrzeuge in Deutschland registriert. Das Risiko einer Fehlfunktion des Airbags könne bei zwischen Juli und Dezember 2011 (X3) bzw. zwischen Mai und November 2012 (M6) gebauten Modellen nicht ausgeschlossen werden, so der Sprecher. Bei der visuellen Beurteilung eines auffälligen Gasgenerators sei der Bruch der umlaufenden Laserschweißnaht am Gehäuse von einer Stelle ausgegangen, „an der der Einbrand der Schweißnaht geringer war als im restlichen Bereich“.

Der Airbag stammt nach Informationen von „Kfz-Rueckrufe.de“ von der deutschen Tochter des in die Schlagzeilen geratenen Airbagherstellers Takata. Den Rückruf habe man als „Maßnahme maximaler Vorsorge“ gestartet, so der Sprecher. Er betonte, dass diese Aktion „nichts mit dem schon seit geraumer Zeit bekannten Airbag-Thema zu tun“ habe. Tatsächlich geht es in diesem Fall nicht um die Zündchemikalien wie beim Takata-Debakel, das Worst-Case-Szenario ist freilich das gleiche: Metallsplitter, die in den Innenraum des Fahrzeugs eindringen. Die Aktion mit dem internen Code „0032560200“ soll etwa eine Stunde dauern.

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