Mercedes Sprinter: Probleme mit Innenraumgebläse lösen Rückruf aus

Im Dauerbetrieb mit höchster Stufe besteht ein erhöhtes Brandrisiko. Von den weltweit 315.000 betroffenen Transportern sind über 70.000 in Deutschland unterwegs.

Mercedes-Benz Sprinter (BR 907/910) – Interieur: Veröffentlichungsdatum: 06.02.2018
Bild: Daimler AG

Mercedes-Benz startet weltweit einen Rückruf für über 315.000 Sprinter-Transporter aufgrund einer erhöhten Brandgefahr. Ursächlich sind mögliche Sicherheitsprobleme mit dem Innenraumgebläse. Betroffen sind in Deutschland laut einer Warnmeldung des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) über 70.000 Exemplare der Baureihen 907 und 910. Sie verließen zwischen März 2017 und November 2020 das Werk.

Die Sicherungsauslegung des Innenraumgebläses entspreche „nicht den Anforderungen für einen Dauerbetrieb mit höchster Gebläsestufe“, sagte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage. Abhängig von der Umgebungs- und Bauraumtemperatur sowie dem Nutzungsverhalten sei an den Kontakten der Sicherung eine „grenzwertübersteigende Hitzeentwicklung“ möglich.

Die Fahrzeughalter werden daher gebeten, möglichst bald einen Vertragsbetrieb aufzusuchen, um die Sicherung und deren Zuleitung ersetzen zu lassen, um so das erhöhte Brandrisiko beseitigen zu lassen. Der Rückruf dauert etwa eine Stunde und firmiert intern unter den Aktionscodes „VS30SIGEBL“ (Nutzfahrzeug-Zulassung) oder „8297010“ (Pkw-Zulassung).

Das KBA hat zudem für den Sprinter und weitere Van-Modelle neue Takata-Rückrufe angekündigt. Mehr dazu finden Sie im heutigen Nachtrag unter der Erstmeldung zur Thematik.

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