Bentley und McLaren: Rückrufe für Luxus-SUV und Supersportwagen

Eine vergleichsweise große Stückzahl holt die aus der Formel 1 bekannte Marke an die Box, um eine Schaumstoffmatte unter dem Tank zu entfernen. Die VW-Nobeltochter kümmert sich in zwei Aktionen um den Bentayga.

Ein McLaren 720S fährt 2018 über eine Landstraße.
Bild: McLaren Automotive Ltd.

Auch Nobelkarossen sind nicht vor Rückrufaktionen gefeit. Das zeigen einmal mehr drei kürzlich gestartete Maßnahmen der Hersteller Bentley und McLaren. Bei der VW-Tochter geht es in zwei Fällen um das Luxus-SUV Bentayga. Bei weltweit 930 Exemplaren könnten die Sicherheitsgurte der dritten Sitzreihe nicht die gewünschte Schutzwirkung haben.

Schuld sind laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) die oberen Verankerungen der Säulenösen, die „durch eine Spezifikationsabweichung möglicherweise nicht den gesetzlichen Lastanforderungen“ entsprechen. Die Überprüfung und ggf. der Austausch von Befestigungsschrauben im Rahmen der Aktion mit dem internen Code „RE20/06“ ist in Deutschland an 27 Fahrzeugen aus dem Bauzeitraum 9.9.2016 bis 20.12.2019 vorgesehen.

Nur zwei hierzulande zugelassene Bentayga (17 weltweit) betrifft die Aktion „RE20/04“. Sie verließen im Mai des vergangenen Jahres das Werk und benötigen einen Tausch des Vorhangairbags. Das Problem ist bereits von weltweit 790 Audi Q7 bekannt (Aktionscode: „69AJ“) und wird vom KBA so beschrieben: „Eine fehlerhafte Schweißverbindung zwischen Gasgenerator und Abströmdüse bei Kopfairbag-Modulen kann dazu führen, dass sich der Luftsack des Kopfairbags nicht vollständig entfaltet und damit eine verminderte Schutzwirkung verbunden ist.“

McLaren überprüft Kraftstofftank

Ein Rückruf im vierstelligen Umfang wäre für einen Volumenhersteller kaum der Erwähnung wert. Bei einem Anbieter von Supersportwagen wie McLaren handelt es sich aber um eine große Aktion. Sie umfasst laut einem Unternehmenssprecher weltweit knapp 8.000 Fahrzeuge, davon 503 in Deutschland. Konkret geht es um den 570 GT, 720S (Foto), McLaren GT und McLaren Senna aus unterschiedlichen Modelljahren zwischen 2017 und 2020.

Auslöser der Aktion ist ein mögliches Kraftstoffleck durch Korrosion am Tank. Schuld ist eine unter dem Tank befindliche Schaumstoffmatte, die dem Lärmschutz- und der Vibrationsisolierung dient. Sie könnte Feuchtigkeit aufnehmen, beispielsweise salzhaltiges Spritzwasser. Die Vertragswerkstätten entfernen die Matte ersatzlos und überprüfen den Tank. Sollte der Beschädigungen aufweisen, wird er getauscht. „Die Arbeiten können innerhalb einer Stunde durchgeführt werden“, sagte der Sprecher.

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