Brand- und Explosionsgefahr: US-Behörde warnt vor Autos von Kia, Hyundai, Dodge und Chrysler

Die Besitzer der koreanischen Modelle sollen ihre Fahrzeuge nicht mehr in der Nähe von Gebäuden parken, die der US-Baureihen sollen ihr Gefährt vorerst gar nicht mehr benutzen.

Studioaufnahme von 2006 eines bronzefarbenen Dodge Charger Daytona
Bild: Stellantis North America

Immer häufiger warnt die US-Verkehrssicherheitsbehörde (NHTSA) via offizieller Pressemitteilung vor Gefahren für bestimmte Fahrzeughalter. Allein seit Ende Oktober hat die Behörde drei solcher Hinweise veröffentlicht. Zwei davon betreffen die Markengeschwister Hyundai und Kia. Hier geht es um das bereits bekannte Problem mit dem Steuergerät des Anti-Blockier-Systems (ABS).

Die NHTSA weist auf neue Rückrufe für den Hyundai Santa Fe des Modelljahres 2018 und den Kia Sportage des Modelljahrs 2008 und 2009 in den USA hin. Die Besitzer dieser Autos seien dringend aufgefordert, ihr Fahrzeug nur noch unter freiem Himmel und nicht in der Nähe von Gebäuden zu parken, da Kurzschlüsse auch nach Fahrzeugnutzung bei abgestelltem Motor auftreten könnten.

„Bislang gab es in den Vereinigten Staaten vier Brände im Zusammenhang mit diesem Defekt, aber keine Verletzten“, heißt es in der Mitteilung zu Hyundai. Auch in Deutschland gibt es zum Santa Fe übrigens eine neue Rückrufmeldung des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA), die vor einer erhöhten Brandgefahr bei den Baujahren 2015 bis 2018 warnt. Die Aktion „21D023“ ist bei uns für rund 2.800 SUV vorgesehen. Portugal meldet zudem einen Rückruf für den Hyundai iX35 (mehr dazu im Nachtrag zu dieser Meldung).

Chrysler und Dodge: „Do not drive“ recall

Auch die dritte Veröffentlichung der NHTSA wird durch ein immer wiederkehrendes Fehlerbild verursacht, nämlich das Takata-Debakel. Diesmal fordert die Washingtoner Behörde Halter eines Dodge Magnum, Charger und Challenger der Modelljahre 2005 bis 2010 sowie eines Chrysler 300 der Modelljahre 2005 bis 2010 auf, ihr Fahrzeug bis zur Fehlerbehebung im Rahmen eines neuen Rückrufs nicht mehr zu nutzen (sog. „Do Not Drive“ warning). Zuletzt seien zwei Fahrer eines Dodge Charger des Modelljahrs 2010 ums Leben gekommen, bei denen die Takata-Airbags auf der Fahrerseite nach einem Unfall explodierten.

In Deutschland gab es für Fahrzeuge von Chrysler und Dodge laut KBA-Rückrufdatenbank bislang 13 Aktionen wegen möglicherweise nach einem Unfall umherfliegenden „Metallfragmenten, die die Insassen verletzen können“. Die meisten kümmerten sich dabei aber um den Beifahrerairbag. Die Rückrufe für den Fahrerairbag betrafen bei uns nicht die oben genannten Baureihen. Allerdings wird die Gefahr in unseren Breitengraden als geringer eingeschätzt, da für das Auftreten des Fehlers feucht-warme Klimabedingungen notwendig sind.

Nachtrag 25.11.:

Inzwischen hat die NHTSA noch eine Warnung veröffentlicht, nachdem kürzlich der Fahrer eines Ford Ranger nach einer Airbagexplosion tödlich verletzt wurde. Auch in Deutschland existieren zu dem Fahrzeug diverse Aktionen, die hier aufgelistet sind.

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