Ford erweitert Kupplungs-Rückruf

Anders als 2018 geht es diesmal um jüngere Baujahre. Die Fehlermeldung ist dieselbe: es droht ein Bruch der Kupplungsdruckplatte und schlimmstenfalls ein Brand.

Zwei graue Ford Mondeo Turnier stehen 2015 auf dem gepflasterten Vorplatz eines modernen Gebäudes.
Bild: Ford

Im Rahmen des Ford-Rückrufs „18S39“ stehen wie schon vor acht Monaten zwei unterschiedliche Abhilfemaßnahmen an. Bei Fahrzeugen mit Start-Stopp-System aktualisiert der Ford-Händler die Steuergeräte-Software des Antriebsstrangs. Für Fahrzeuge ohne Start-Stopp-Funktion hat der Hersteller einen alternativen Kupplungssatz freigegeben.

Laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) müssen weltweit knapp 250.000 Fahrzeuge mit Ecoboost-Benzinmotor und Schaltgetriebe in den Vertragsbetrieb, davon etwa 78.000 in Deutschland. Betroffen sind erneut die Modelle Focus, C-Max, Galaxy, S-Max, Kuga, Mondeo und Transit Connect. Diesmal handelt es sich aber um neuere Fahrzeuge. Sie liefen je nach Baureihe zu unterschiedlichen Phasen zwischen 30. Juni 2016 bis maximal 29. Mai 2018 vom Band.

„Die überarbeitete Software erkennt Kupplungsschlupf bei hoher Leistungsabforderung und reduziert in diesem Falle die Motorleistung, um die Gefahr eines Bruchs der Kupplungsdruckplatte zu reduzieren“, erklärte ein Markensprecher auf Anfrage. Es handele sich dabei um eine „vorbeugende Maßnahme zum Verhindern eines Bruchs der Kupplungsdruckplatte, falls die Anzeichen von Kupplungsverschleiß ignoriert werden“, betonte er.

Bei Verschleiß könnte die Kupplung überhitzen. Dies sei in der Regel durch Geruchsbildung wahrnehmbar, so der Sprecher. Sollte die Kupplungsdruckplatte brechen, könnten Teile der Kupplung und des Getriebes Bauteile im Motorraum treffen. Rauchbildung und Feuer seien dann mögliche Folgen. Die Tatsache, dass das KBA den Rückruf nicht überwacht spricht dafür, dass die tatsächliche Brandgefahr aber eher gering ist.

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2 Kommentare

  1. Hallo,
    habe die o. a. Rückrufaktion durchgeführt und seid dem einen erheblichen Leistungsabfall bemerkt. In der Stadt ist der Leistungsabfall durch geringere Beschleunigung zu merken, besonders deutlich wird es jedoch auf der Autobahn. Der sonst recht spritzige Wagen (150 PS) kommt nicht über eine Endgeschwindigkeit von 170kmh hinaus ( vorher lockere 200kmh). Auch bei Beschleunigung von z. B. 80kmh auf 120kmh kommt er nicht mehr aus den Puschen! Wurde mein Wagen dauerhaft gedrosselt? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Habe Ford kontaktiert und einen Termin vereinbahrt. Der Werkstattmeister sah telefonisch keinen Zusammenhang ( was ein Wunder) und hatte von derartigen Problemen bisher auch nichts gehört. Habe eine Start Stop Automatik – die übrigens auch nicht funktioniert -,  wurde also nur ein Softwareupdate durchgeführt.

    ​Gruß

    • Moin,

      Ich habe ein Mondeo von 2011. Ich habe es auch genau so festgestellt.
      Es ist ein deutlicher und dauerhafter Leistungsabfall des Wagens bemerkbar.
      Ich frage mich auch ob die neuen Daten des Wagens überhaupt noch mit der Zulassung übereinstimmen.
      Ich habe weder aus Köln noch von der Fachwerkstatt eine vernünftige Antwort bekommen. Ich wurde eher als Lügner dargestellt. Als der Meister in der Werkstatt sagte, dann solle ich mir doch ein neues Auto kaufen, ist Ford für mich gestorben. Nie wieder…

      VG
      Daniel

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