Van-Sparte von Mercedes startet drei Rückrufaktionen

Bei der X-Klasse macht die Bremsanlage Sorgen, beim Vito der Gangerkennungssensor und bei einigen Sprintern das Fahrwerk. In Deutschland sind in Summe etwa 17.500 Fahrzeuge betroffen.

Eine blaue Mercedes X-Klasse Pick-Up fährt an einem Einfamilienhaus vorbei.
Bild: Mercedes-Benz AG

Wie kürzlich schon zu Pkw, steht nun auch eine Sammelmeldung zu drei Rückrufen der Van-Sparte der Mercedes-Benz AG an. Der umfangreichste ist der für die X-Klasse. Die Abhilfemaßnahme mit dem internen Kürzel „VS4HA35FES“ ist weltweit für 40.879 Pick-ups vorgesehen und dauert je nach Arbeitsumfang zwischen einer und drei Stunden. Auslöser ist eine möglicherweise eingeschränkt funktionierende Feststellbremse und schlimmstenfalls auch Betriebsbremse.

Man habe festgestellt, dass aufgrund eines undichten Radialwellendichtrings Öl aus der Hinterachse über die Radnabe in die Trommelbremse der Feststellbremse gelangen könnte, erklärte ein Sprecher der Konzernsparte auf Anfrage. „Als vorsorgliche Maßnahme ist vorgesehen, den Radialwellendichtring zu erneuern sowie das Radlager auf Undichtigkeit zu prüfen und bei Bedarf ebenfalls zu erneuern“, sagte er. Der Arbeitsauftrag gilt für Fahrzeuge aus dem Produktionszeitraum September 2017 bis März 2020.

Zwischen Oktober 2018 und November 2020 vom Band liefen jene Mercedes Vito, die im Rahmen eines weiteren Rückrufs nun einen neuen Gangerkennungssensor für das Getriebe erhalten. Der bisher verbaute könnte Mängel aufweisen, wodurch das Rückwärtsganglicht zeitweise bis zum nächsten Zündungswechsel bzw. bis zum nächsten Motorstart ohne Funktion sein könnte. Die Fehlermeldung ist bereits aus dem vergangenen Sommer und beim Sprinter schon seit März 2021 bekannt. Der Aktionscode „VS2GANGSEN (2698059)“ ist weltweit für 20.639 Halter von Transportern mit Frontantrieb relevant.

In Deutschland sind in Summe 17.500 Fahrzeuge betroffen

Mit 2.354 betroffenen Einheiten des Mercedes Sprinter ist der dritte Rückruf dagegen überschaubar. Zwischen Februar und September des vergangenen Jahres sei der Drehstab bei der Vorderachsmontage durch den Zulieferer möglicherweise nicht spezifikationsgemäß mit dem Drehstabgestänge verschraubt worden. „Wäre dies der Fall, könnte das Fahrzeug eine verringerte Seitenstabilität aufweisen“, begründete der Sprecher den nötigen Eingriff. Lenkung und Bremsen seien aber jederzeit kontrollierbar, betonte er.

Die Korrektur der Position der Unterlegscheibe sowie die Erneuerung des Drehstabgestänges sind seinen Angaben zufolge in unter einer Stunde erledigt. Auf dem Heimatmarkt steht die Reparatur mit der internen Kennung „VS3VADREH“für 130 Transporter an. Die anderen beiden Rückrufe betreffen in Deutschland 9.724 Mercedes Vito und 7.629 Exemplare der X-Klasse. Eine Hotline für Fragen zu den Rückrufen ist unter der Rufnummer 00800/12777777 erreichbar.

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