Mercedes: Rückrufe für G-Modelle

Bei GLE, GLS und GLE Coupé besteht die Möglichkeit einer Ölundichtigkeit, bei der G-Klasse muss Antrieb und Bremse unter die Lupe genommen werden.

Mercedes-Benz GL-Klasse: Die optional lieferbare aktive Wankstabilisierung ACTIVE CURVE SYSTEM kompensiert den Wankwinkel des Aufbaus bei Kurvenfahrt. Dadurch steigen Agilität und Fahrspaß deutlich. Gleichzeitig erhöht das System die Fahrstabilität und damit die Sicherheit.
Bild: Daimler

Ein Daimler-Sprecher hat auf Anfrage drei Rückrufaktionen für die G-Klasse sowie die Baureihen GLE, GLS und GLE Coupé bestätigt. Problem der drei letztgenannten Modelle ist die hydraulische Wankstabilisierung („Active Curve System“, s. Foto). Fällt der Ölstand des Systems unter die empfohlene Mindestmenge könnte Ölschaum über die Entlüftungsbohrungen am Deckel des Vorratsbehälters austreten, erklärte er. Im schlimmsten Fall könnte das austretende Öl auf heiße Bauteile der Abgasanlage gelangen und sich entzünden.

Es geht je nach Modell um verschiedene Produktionszeiträume zwischen November 2010 und Juni 2016. Für den Werkstattaufenthalt ist eine halbe Stunde vorgesehen. Die Mitarbeiter prüfen und korrigieren den Ölstand und arbeiten den Verschlussdeckel am Vorratsbehälter nach.

Die anderen beiden Rückrufe betreffen die G-Klasse aus dem Bauzeitraum Dezember 2017 bis April 2018. Bei den Geländewagen könnte der Sicherungsring der rechten Seitenwelle an der Vorderachse nicht korrekt montiert sein oder fehlen. Durch die fehlende Fixierung der Seitenwelle besteht Kontaktgefahr mit der Verzahnung des Vorderachsgetriebes und damit schlechterdings die Möglichkeit, dass das rechte Vorderrad kurzzeitig blockiert. Die Prüfung beziehungsweise Nacharbeit des Sicherungsrings dauert laut Sprecher bis zu sechs Stunden.

Der zweite Rückruf für die G-Klasse betrifft nur die AMG-Version. Durch dynamische Belastung im Fahrbetrieb könnten sich bereits vorhandene Risse im Bremssattelträger an der Hinterachse vergrößern, was in der Folge zu einem Versagen der Bremssattelträger führen könnte. „Dies würde aufgrund der dadurch verlorenen Fixierung der Bremsbeläge zu deutlichen Geräuschen führen“, sagte der Sprecher. Würde dies ignoriert, sei eine Beeinträchtigung der Bremsleistung an der betroffenen Bremszange nicht ausgeschlossen. Die Zeitvorgabe für den Tausch der Bremssattelträger an der Hinterachse beträgt 2,5 Stunden.

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2 Kommentare

  1. Sie habern zwei weitere Rückrufe für GLC AMG 43 vergessen. Mein GLC gekauft 28.03.17 wurde im Nov. zurückgerufen um die vorderen Federbeine auszutauschen. Aktueller Rückruf betrifft Erdung der Lenksäule, da sich unvermittelt der Airbag auslösen könnte. Übrigens der Rückruf vom KFZ-Bundesamt angeordnet.

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